Mehr als meine Leistung
- Jürgen Justus
- vor 15 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Thema: Wer bin ich eigentlich? – Meinen wahren Wert entdecken
Der Psychologe Erich Fromm sagte einmal:
„Wenn ich bin, was ich habe, und wenn ich verliere, was ich habe, wer bin ich dann?“
Wir leben in einer Welt, die uns ständig fragt: „Was arbeitest du? Was hast du erreicht? Wie siehst du aus?“ Wir gewöhnen uns daran, unseren Wert an unserer Leistung oder dem Feedback anderer zu messen. Doch was bleibt übrig, wenn die Leistung wegbricht oder das Feedback negativ ausfällt? Gibt es einen Wert, der unabhängig von all dem ist?
Quick-Check
Fühlst du dich manchmal nur dann wertvoll, wenn du produktiv warst?
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Fällt es dir schwer, Komplimente einfach anzunehmen, ohne sie sofort abzuwerten?
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Hast du oft das Gefühl, anderen etwas beweisen zu müssen?
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Glaubst du, dass es möglich ist, bedingungslos geliebt zu werden – ohne Vorleistung?
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Würdest du dich selbst als deinen eigenen härtesten Kritiker bezeichnen?
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1. Johannes 3, 1-2
Seht, was für eine Liebe unser himmlischer Vater uns geschenkt hat, nämlich, dass wir seine Kinder genannt werden – und das sind wir auch! Doch die Menschen, die zu dieser Welt gehören, kennen Gott nicht; deshalb verstehen sie auch nicht, dass wir seine Kinder sind. Meine lieben Freunde, wir sind schon jetzt die Kinder Gottes, und wie wir sein werden, wenn Christus wiederkommt, das können wir uns nicht einmal vorstellen. Aber wir wissen, dass wir bei seiner Wiederkehr sein werden wie er, denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist. Und jeder, der diese Hoffnung hat, achtet darauf, dass er rein bleibt, so wie Christus rein ist.
Reflexion & Austausch
Geht gemeinsam durch diese vier Fragen. Es geht um eure persönlichen Eindrücke.
Frage 1: Was sagt der Text über Gott?
Frage 2: Was sagt der Text über die Menschen damals und heute?
Frage 3: Was sagt der Text über mich selbst?
Frage 4: Was möchte ich konkret in meinem Leben verändern?
Die Vertiefung (Für alle, die tiefer einsteigen möchten)
Für diejenigen, die ihre Identität auf ein festeres Fundament stellen möchten, bieten deine Ressourcen folgende tiefergehende Perspektiven:
A. „Sein“ kommt vor dem „Tun“
Oft denken wir: Wenn ich mich richtig verhalte, wird Gott mich lieben. Die Bibel dreht das Prinzip um: Weil Gott dich liebt und dich zu seinem Kind gemacht hat, kannst du anfangen, anders zu leben. Deine Identität ist nicht das Ergebnis deines Verhaltens, sondern die Grundlage dafür. Geistliche Gesundheit beginnt dort, wo wir aufhören, für Anerkennung zu arbeiten, und anfangen, aus der Anerkennung Gottes heraus zu leben.
B. Die radikale Annahme
Als Christen sind wir nicht mehr „Sünder sind, die versuchen, heilig zu werden“, sondern „Heilige sind, die manchmal noch sündigen“. Dieser Identitätswechsel ist entscheidend. Wenn du erkennst, dass du bereits ein Kind Gottes bist (1. Joh 3,1), verändert das die Art, wie du mit Fehlern umgehst: Du kehrst nicht zu Gott zurück, um wieder geliebt zu werden, sondern weil du geliebt bist.
C. Ein Ziel für dein Leben
Wir sind kein Zufallsprodukt. Gott hat dich geplant, bevor du überhaupt geformt wurdest. Dein Wert ist deshalb „objektiv“, weil er vom Schöpfer selbst festgelegt wurde. Wenn du den Sinn suchst, musst du bei Gott anfangen, nicht bei dir selbst.


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