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Besser gemeinsam

  • Jürgen Justus
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Thema: Warum wir einander brauchen – Allein bist du angreifbar, gemeinsam unschlagbar


„Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam.“ (Afrikanisches Sprichwort)

In unserer heutigen Kultur wird Unabhängigkeit oft als das höchste Ziel gefeiert. Doch ein Blick in die Natur zeigt: Ein einzelner Faden ist leicht zu zerreißen, aber ein geflochtenes Seil hält tonnenschweren Belastungen stand. Hast du in deinem Leben schon Momente erlebt, in denen du froh warst, nicht allein „gehen“ zu müssen?


Quick-Check


Fühlst du dich in stressigen Zeiten oft so, als müsstest du alles alleine stemmen?

  • 0%Ja

  • 0%Nein


Hast du mindestens eine Person in deinem Leben, der du absolut alles anvertrauen kannst?

  • 0%Ja

  • 0%Nein


Glaubst du, dass Gemeinschaft anstrengend sein kann, sich der Aufwand aber lohnt?

  • 0%Ja

  • 0%Nein


Fällt es dir leicht, andere um Hilfe zu bitten, wenn du am Ende deiner Kraft bist?

  • 0%Ja

  • 0%Nein



Prediger 4, 9-12

Zwei haben es besser als einer allein: Zusammen erhalten sie mehr Lohn für ihre Mühe. 10 Wenn sie hinfallen, kann einer dem anderen aufhelfen. Doch wie schlecht ist der dran, der allein ist und fällt, und keiner ist da, der ihm beim Aufstehen hilft! 11 Es können sich zwei, die in einer kalten Nacht unter einer Decke liegen, aneinander wärmen. Doch wie kann einer, der alleine liegt, warm werden? 12 Ein Einzelner kann leicht von hinten angegriffen und niedergeschlagen werden; zwei, die zusammenhalten, wehren den Überfall ab. Und: Ein dreifaches Seil kann man kaum zerreißen.


4. Reflexion & Austausch


Geht gemeinsam durch diese vier Fragen. Es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“, es geht um eure persönlichen Beobachtungen zum Text.


Frage 1: Was sagt der Text über Gott?

Frage 2: Was sagt der Text über die Menschen damals und heute?

Frage 3: Was sagt der Text über mich selbst?

Frage 4: Was möchte ich konkret in meinem Leben verändern?



Die Vertiefung (Für alle, die tiefer einsteigen möchten)


Wenn du im Glauben wachsen und verstehen möchtest, warum Gott uns so sehr auf Gemeinschaft programmiert hat, sind hier drei geistliche Schwerpunkte zu nennen:


A. Das „Einander“-Prinzip


Das Neue Testament verwendet 59-mal das Wort „einander“ (liebt einander, vergebt einander, tragt einer des anderen Last). Das zeigt: Christsein ist kein Einzelsport. Gott nutzt andere Menschen, um seinen Charakter in uns zu formen. Ohne das „Gegenüber“ fehlen uns wichtige Spiegel für unser eigenes Wachstum.


B. Schutz vor dem „brüllenden Löwen“


In 1. Petrus 5,8 wird der Feind Gottes mit einem brüllenden Löwen verglichen. Löwen jagen bevorzugt das „schwächste Glied“ – das Tier, das sich von der Herde entfernt hat. Isolation ist oft der erste Schritt in geistliche oder emotionale Krisen. In einer verbindlichen Gemeinschaft wirst du „angenommen, getragen und geheilt“.


C. Eisen schärft Eisen


Sprüche 27,17 sagt: „Wie Eisen durch Eisen geschärft wird, so formt ein Mensch den Charakter eines anderen.“ Wahre Jüngerschaft bedeutet, Menschen zu erlauben, ehrlich in unser Leben zu sprechen. Das ist manchmal schmerzhaft (wie das Schleifen von Metall), führt aber dazu, dass wir „geschärft“ und effektiver für Gottes Reich werden.


Persönliche Challenge: Hast du einen Mentor oder einen engen Freund im Glauben, dem du das Recht gegeben hast, dich konstruktiv zu hinterfragen? Wenn nicht, bete diese Woche darum, dass Gott dir so jemanden zeigt.

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